„Vielleicht hier“ | 2013 | Walldorf

Über eine Rasen- oder Wiesenfläche wird ein wetterfestes Segeltuch von 9x9m gespannt. Es ist in der Form eines möglichen Hausgrundrisses genäht, wobei das Tuch nur die tatsächliche Wohnfläche beschreibt, die Mauern bleiben ausgespart und erscheinen wie schmale Wiesenwege zwischen den Raumflächen. Das Segeltuch liegt nicht direkt auf dem Boden auf, es scheint 40 cm horizontal über der Wiese zu schweben. Nicht Boden, nicht Dach, nicht zu betreten und unmöglich, sich unter zu stellen. Es bietet keinen Schutz und keine Basis. Eine dünne Schicht zwischen Erde und Plane lässt den möglichen zu schützenden Lebensraum erahnen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. „Vielleicht hier“ beschreibt einen Moment des Zögerns, eine Möglichkeit sich niederzulassen, sich einzulassen auf Struktur- und Raumverhältnisse, eine Möglichkeit, seine Zelte abzubrechen um an anderer Stelle erneut „Vielleicht hier“ in Erwägung zu ziehen.